Archiv für April 2011

Nichtrauchen für Deutschland

Gesundheitsgefährdung durch giftige Stoffe gibt es jede Menge. Bei vielen davon ist gesetzlich geregelt, dass man eine Belastung bis zu einer bestimmten Grenze hinzunehmen hat. Auch bei Stoffen, bei denen es keine unschädliche Dosis gibt.
Beim Thema Passivrauch sieht die Politik das anders. Was ist an diesem Qualm so anders als an radioaktiver Emission, Feinstaub oder Industrieabgasen?
- Die letztgenannten Luftverschmutzungen sind Nebenwirkungen unternehmerischer Aktivitäten, also der Wirtschaft und die soll ja bekanntlich immer „brummen“ und liegt noch jedem Staat am Herzen.
- Die Ursache des Passivrauchs sind hingegen Leute, die rauchen. Und Rauchen ist ein Privatvergnügen. Aber im Gegensatz zu Nordic Walking oder Yoga, Fußball, oder Boxen sind sich hier alle sicher, dass die Nachteile ganz eindeutig überwiegen, weshalb man den Raucher_innen das Rauchen so unbequem wie möglich machen muss – wie immer: nur zu ihrem Besten. Passivrauchschutz ist dafür eingestandenermaßen ein bequemes Mittel: „Eine rauchfreie Umgebung ist der beste Weg, die Zahl der Raucher zu vermindern.“
Und das nicht, weil dem Staat das Wohlbefinden der Raucher am Herzen liegt (ob es ihnen rauchend besser geht, können sie wohl selbst entscheiden), sondern weil ihm ihre Brauchbarkeit am Herzen liegt. Die nennt er Gesundheit und auf die soll man gefälligst achten.

Donnerstag 5. Mai | 19Uhr | Sturmglocke
(Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover)