Extremismus

»In der Mitte liegt die Kraft«. Dieses Credo gilt auch in der Politik – zumindest nach Ansicht von Extremismustheoretiker_Innen. Mit der Extremismustheorie sollen demokratische Strukturen gegen die Feinde von Freiheit, Verfassung und Pluralismus verteidigt werden. Die selbsternannte politische Mitte beließ es bekanntermaßen nicht mit theoretischen Überlegungen, sondern betraute das Bundesamt für Verfassungsschutz mit der Überwachung extremistischer Strukturen. Wer gerade noch rechts bzw. links ist und wer die Grenze legitimer Meinungsäußerung in der BRD überschreitet, wird anhand der Ablehnung der Verfassung bzw. der freiheitlich demokratischen Grundordnung definiert. Dabei stehen Nationalsozialismus, Stalinismus und Islamismus in einer Reihe.
Diese skurrile Folge wirft schon die Frage auf, ob eine derart wertungsoffene Formel überhaupt haltbar ist. Außerdem wollen wir mit euch die Auswirkungen der Extremismusformel auf politische Auseinandersetzungen diskutieren.

Donnerstag 2. Dezember | 19Uhr | Sturmglocke
(Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover)