Archiv für Oktober 2010

Imperialismus

am Beispiel der Humanitären Hilfe

Aufrufe zur Humanitären Hilfe begegnen uns auf Plakaten, Flyern und in Werbespots. Sie sind inzwischen zum normalen Tagesgeschäft von Hilfsorganisationen geworden, die nach Naturkatastrophen oder sogenannten humanitären Katastrophen (Bürgerkriege, Genozid, etc.) die Not der Menschen vor Ort mit hierzulande gesammelten Spendengeldern mildern oder gar abwenden wollen.

Dabei fällt diesen NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) auf, dass auch die Kurzzeithilfe in einem internationalen Kräfteverhältnis steht und ein festeingeplantes Mittel in der internationalen Staatenkonkurrenz ist. Dies zeigt die umfangreiche Finanzierung der Organisationen durch nationale Staatskassen mit daran geknüpften Forderungen ebenso, wie die feste Einplanung ihrer Tätigkeit durch das Militär

Um nicht im Sinne der jeweiligen Interessen einzelner Staaten instrumentalisiert zu werden, haben sie sich selbst in Form eines Zehn-Punkte-Plans Regeln gegeben, nach denen sie ihre Hilfe als übernationale „Humanitäre“ Hilfe organisieren und ausrichten.

Wir wollen gemeinsam die zehn Punkte der eingegangenen Selbstverpflichtung auf ihren Anspruch und ihre Wirklichkeit überprüfen und dabei schauen, ob nicht schon der Gedanke einer allgemeinen Humanitären Hilfe nicht nur dem imperialistischen Denken von gerne spendenden Staatsbürger_innen entspricht, sondern jegliche Form von Humanitärer Hilfe Teil des Imperialismus ist. Selbstverständlich geht es dabei auch darum zu klären, was denn eigentlich Imperialismus ist.

Donnerstag 4. November | 19Uhr | Sturmglocke
(Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover)